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Die Psychologische Körperanalyse – Eine Einführung

Einsatz und Ziel

Die Psychologische Körperanalyse (PKA) nach Dr. med. Reinhard Fabisiak ist ein praktisches Werkzeug, das die Wechselwirkungen zwischen körperlichen und seelischen Prozessen im Menschen untersucht. Sie betrachteten Herkunft, Schicksal und Trauma als zentrale Einflussfaktoren auf die menschliche Struktur und Gesundheit.

Die Grundlage der PKA ist eine detaillierte Erhebung der Patientengeschichte, die sich über das gesamte Leben erstreckt – von der frühesten Kindheit bis in die Gegenwart – und auch die Familie sowie die soziale Umwelt einbezieht. Dabei wird geprüft, wie körperliche Beschwerden mit psychischen Mustern zusammenhängen.

Ist die Psychologische Körperanalyse wissenschaftlich erprobt?

Die PKA ist kein starres System oder eine klassische Methode. Sie baut auf dem Wissen der modernen Medizin auf – insbesondere aus Bereichen der Biochemie, funktionellen Anatomie und Traumaforschung – und fördert die eigene Beobachtungsgabe des Anwenders.

Es geht nicht darum, feste Regeln zu befolgen, sondern eigene „Schablonen“ zu entwickeln, um Patientinnen und Patienten individuell und fachübergreifend zu begleiten. Viele Erkenntnisse basieren auf klinischer Erfahrung aus der täglichen Praxis.

Fragen zur Wissenschaftlichkeit:

Gibt es Evidenz für Mitgefühl und Empathie in der Therapie?
Ja, viele Studien zeigen, dass eine empathische Haltung einen positiven Einfluss auf den Heilungsprozess hat.

Kann eine körperliche Untersuchung wissenschaftliche Beweise erreichen?
Ja – wenn sie systematisch durchgeführt und dokumentiert wird.

Sollte die Zusammenfassung eines Falles quantitativ oder qualitativ sein?
Beides ist möglich. Die PKA betont jedoch die qualitative Einschätzung, da sie den ganzen Menschen im Kontext seiner Geschichte sieht.

Ist Zuhören und Zeitnehmen evidenzbasiert?
Ja – diese Aspekte sind wesentlich für den therapeutischen Erfolg und mehrfach wissenschaftlich bestätigt.

Was macht die Psychologische Körperanalyse besonders?

Ganzheitlicher Ansatz: Sie vereint körperliche und psychische Aspekte.

Trauma im Fokus: Traumatische Erfahrungen – etwa aus Krieg, Armut oder Gewalt – haben langfristige Auswirkungen auf Immunsystem, Hormonhaushalt und Nervensystem.

Vegetatives Nervensystem als „Betriebssystem des Körpers“: Es spielt eine zentrale Rolle bei Stressreaktionen und emotionaler Regulation.

Praxisnahe Mustererkennung: Typische körperliche Muster werden erklärt und in den therapeutischen Kontext eingeordnet.

Fallbeispiele: Orthopädische und psychosomatische Fälle verdeutlichen die Anwendung in der Praxis.

Für wen ist die Psychologische Körperanalyse gedacht?

Für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, um körperliche Symptome besser einzuschätzen und in die Psychotherapie einzubeziehen.

Für Ärztinnen und Ärzte, um psychische Aspekte bei der Behandlung von körperlichen Erkrankungen zu berücksichtigen.

Für Lehrende und Lernende, um psychische und körperliche Signale systematisch zu verstehen und in die Ausbildung einzubinden.

Für alle Therapeutinnen und Therapeuten sowie Interessierte , die den Zusammenhang von Körper und Psyche tiefer erforschen möchten.

Didaktik und Aufbau

Das Buch bietet:

Eine klare Struktur zur Analyse komplexer Stressreaktionen.

Praxisnahe Übersetzungen psychologischer Konzepte in körperlichen Prozessen.

Verständnis für Begriffe wie „Somatisierung“ oder „Dissoziation“ aus einer körpernahen Perspektive.

Vorlagen und Muster für Einsteiger.

Ein Schwerpunkt liegt auf der sogenannten „Gegenübertragung“ : Wie wirkt sich die innere Haltung der Therapeut:innen auf den Heilungsprozess aus? Diese Haltung ist niemals neutral – sie kann mitfühlend wirken, aber auch unbewusst belastend, wenn sie nicht reflektiert wird.

Zusammenfassung

Die Psychologische Körperanalyse ist ein praxisnahes Tool, das Brücken zwischen verschiedenen Fachrichtungen schlägt. Sie hilft dabei, die Spuren von Trauma, Armut und Gewalt am Körper sichtbar zu machen – und sie in den Heilungsprozess einzubeziehen.

Sie ist keine festgelegte Methode, sondern ein Wegweiser für die ganzheitliche Betrachtung des Menschen – sowohl in der Medizin als auch in der Psychologie.

 

Neu am 2.7.2025:

 

 

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    • Psychosomatik & Emotionen
    • Körperliche Symptome & Energetik (TCM, Ayurveda)
    • Trauma & Biografie
    • Sozialität & digitale Welt
    • Spiritualität & Sinnfindung
    • Lebensstil, Ernährung, Selbstpflege

 

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Theorie und Praxis der
Psychologischen Körperanalyse

Workshop I-III

https://www.youtube.com/results?search_query=psychologische+koerperanalyse

Psychologische Körperanalyse nach Dr. Reinhard Fabisiak

1. Zentrale Aussagen

Fabisiak geht von einem Grundprinzip aus:

Der Körper ist die sichtbar gewordene Geschichte eines Menschen.

Das bedeutet: Körperhaltung, Muskelspannung und Bewegungsmuster spiegeln emotionale Erfahrungen, frühe Bindungsprägungen und gegenwärtige unbewusste Konflikte.

Der Körper „lügt“ nicht – er zeigt Muster, die dem bewussten Denken oft verborgen bleiben.

Psychische Belastungen manifestieren sich als chronische Spannungen, Haltungsabweichungen, Atmungsblockaden oder asymmetrische Bewegungen.

Heilung entsteht, wenn die ursächlichen psychischen Muster erkannt werden, und sich der Mensch, so würde es C.G. Jung formulieren, mit seinen "Schatten" arrangiert.

Die körperlichen Symptome allein bilden den Prozess nicht ausreichend ab.

Fabisiak verbindet Psychologie, Orthopädie, Neurowissenschaft und Biographiearbeit.

2. Wie er Körpersprache interpretiert

Fabisiak nutzt eine sehr präzise Beobachtung des Körpers. Er analysiert u. a.:

a) Stand- und Fußmuster

Wie verteilt jemand sein Gewicht? Steht er stabil oder „flüchtend“?

Gibt es ein „Wegdrehen“ oder „Sich‑breit‑machen“?

Interpretation: Hinweise auf Selbstwert, Abgrenzung, Unsicherheit oder Dominanzstrategien.

b) Muskeltonus

Über- oder Unterspannung bestimmter Muskelgruppen

„(Ver)Panzerungen“ (chronische Verspannungen)

Kollapsmuster (Energieverlust, Erschöpfung)

Interpretation: Schutzmechanismen, unterdrückte Emotionen, Überforderung, alte Skripte, Traumareaktionen.

c) Atmung

Flach, hoch, blockiert, asymmetrisch

Brust- vs. Bauchatmung

Atempausen

Interpretation: Umgang mit Angst, Stress, Trauer oder Wut.

d) Mikroreaktionen

Zucken, Wegschauen, Einrollen der Schultern

Spannung im Kiefer

Veränderungen beim Ansprechen bestimmter Themen

Interpretation: Unbewusste emotionale Trigger.

e) Bewegungsfluss

Flüssig vs. ruckartig

Überkontrolliert vs. impulsiv

„Energie im Körper“ sichtbar oder blockiert?

Interpretation: Lebensenergie, Selbstregulation, innere Konflikte.

3. Psychologische Modelle

Fabisiak kombiniert mehrere theoretische Ansätze:

a) Körperpsychotherapie / Bioenergetik

Wilhelm Reich

Alexander Lowen Idee der „Körperpanzerung“ und segmentaler Spannungsmuster.

b) Bindungstheorie

Frühkindliche Bindungserfahrungen prägen Haltung, Spannung und Reaktionsmuster.

c) Polyvagal-Theorie

Zusammenhang zwischen vegetativem Nervensystem und Körpersprache: Kampf, Flucht, Erstarrung sichtbar im Körper.

d) Systemische Psychologie

Körperliche Muster als Ausdruck familiärer Skripte und Dynamiken.

e) Psychotraumatologie

Trauma zeigt sich in chronischen Schutzmustern ("Asymmetrische Anspannung", Halbseitenschwäche) , nicht nur in Erinnerungen.

f) Orthopädische und biomechanische Modelle

Fehlhaltungen als Folge psychischer Muster, nicht nur körperlicher Ursachen.

4. Typische Muster bei Patientinnen und Patienten:

Fabisiak beschreibt wiederkehrende Muster, die er im Körper erkennt:

a) „Überlebensmuster“

Hochgezogene Schultern, Starke Brustpanzerung, Flache Atmung Hinweis auf Dauerstress, Angst, Überanpassung.

b) „Kollapsmuster“

Eingesunkene Brust, Weiche Knie, Energielosigkeit. Oft verbunden mit Erschöpfung, Depression, Selbstwertthemen.

c) „Wut-Blockade“

Fester Kiefer, Harte Bauchmuskulatur, Eingezogene Atmung: Unterdrückte Aggression, Konfliktvermeidung.

d) „Überkontrolle“

Sehr aufrechte, starre Haltung, perfektionistische Körperspannung: Kontrollbedürfnis, Angst vor Kontrollverlust.

e) „Bindungswunde“

Unsicherer Stand, Wegdrehen des Körpers, unruhige Mikrogesten: Angst vor Nähe oder Verlust.

f) „Überkompensation“

Übertriebene Präsenz, dominante Gestik, Schutz vor innerer Unsicherheit.

5. Schlussfolgerungen

Aus der Körperanalyse leitet Fabisiak ab:

a) Welche emotionalen Themen aktiv sind

Angst, Wut, Trauer, Überforderung, Selbstwertkonflikte,

Bindungsunsicherheit

b) Welche biografischen Muster dahinterstehen

Familiäre Rollen, Kindheitsprägungen, Traumatische Erfahrungen

Übernommene Muster aus dem Familiensystem

c) Welche Schutzstrategien der Körper entwickelt hat

Spannung als Schutz, Kollaps als Rückzug, Überkontrolle als Stabilisierung, Überpräsenz als Kompensation

d) Wie Veränderung möglich wird

Fabisiak betont:

Bewusstwerden der Muster, Arbeit mit Atmung, Haltung und Bewegung, Emotionale Integration, Biografische Reflexion

Entlastung des vegetativen Nervensystems

Ziel ist nicht, den Körper „geradezubiegen“, sondern die inneren Muster zu verstehen, die ihn geformt haben.

Fazit

Die Psychologische Körperanalyse nach Dr. med. Fabisiak ist ein ganzheitliches Diagnostikmodell, das Körper, Psyche und Biografie als Einheit betrachtet. Sie offenbart ein tiefes psychologisches Verständnis, wie der Körper die Lebensgeschichte und  aktuellen Lebensaufgaben eines Menschen sichtbar macht.

 


Flyer zum Download: Psychologische Körperanalyse PKA

Flyer zum Download: Ernährung bei Rheuma und Reizdarm, Meditation, Psychologische Körperanalyse

 
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