Mein Computer hört auf mich!
Nicht erst seit der Pisa Studie wissen wir, dass es um die aktiv
e schriftsprachliche Kultur schlecht bestellt ist. Formuliert der Sozialoge, das sich die individuelle Qualifikation in der Satzorganisation impliziert, reicht dem Kassenarzt gerade mal oft die Krikkel-Krakkel-Überweisung oder der Laborausdruck wird zum Zentrum der Mitteilung an den Kollegen. Personal ist teuer und damit auch das Schreiben!
Die nicht die Kosten deckende kassenärztliche Entlohnung des Arztbriefes und der Zwang zum Diktat für den Facharzt (Kommunikation) formt keinen Journalisten. Diejenigen Kollegen, die ihre eigenen Texte nicht selbstständig in den PC eingeben wollen und die Karteikarte lieben, brauchen jetzt nicht mehr weiterlesen.
Die anderen sind vielleicht interessiert an einem System, was die Spracheingabe in den PC erlaubt. Dieser Text wird beispielsweise mit IBM ViaVoice 10.0 erstellt. Seit Herbst 2003 setze ich aber vor allem Dragon Naturally speaking ein. ( Aktuell Version 7.0 Pref./ 8.0 Pref.) Der Preis von 7.0 ist im Internet sehr günstig! Man muß nur etwas auf die Aufblähung der Nutzerdateien achten!
Die Einarbeitungszeit ist kurz. Rechenzeit sollte man sich für die Erkennung der bereits vorhandenen Texte (z.B. alle alten Arztbriefe) geben. Dann ist das Ergebinis fast ideal und man kann in alle gängigen Windowsanwendungen problemlos hineinquatschen!
Windows XP ist sinnvoll mit einem neueren Pentium/AMD Rechner ( XP: ab 512 MB DDR RAM 400).
Mein schnellster Rechner hat zur Zeit 3,2 Mhz und 512 MB DDRAM (400) und ich merke den Unterschied zu einem Pentium 3 mit 850 MHz und 512 MB RAM (SD RAM) in der Performance für das Sprachdiktiersystem bei geöffentem Praxisprogramm ( Multitasking).
Ein neueres Gerät ist besser geeignet, wenn man in einem komplexen Programm wie "MS Word" regelmäßig arbeitet, wovon ich abrate. Besser arbeitet es sich mit einem simplen Programm wie "speak pad"oder für die Korrekturfunktion wichtigem “Dragon pad”, was in der jeweiligen Software schon enthalten ist.
Die Installation von Via Voice und Dragon nat. speaking ist einfach, selbsterklärend und in der Erstausstattung mit Mikrofon mit Kopfhörer enthalten.
Der Anschluss erfolgt im analogen Bereich an die Sound-Karte, die Soundblaster kompatibel sein sollte.
Ein USB-Mikrofon ist teurer und einfach über das Internet zu beziehen.
Versuche mit digitalen Diktiergeräten und Übertragung/Erkennung auf dem PC waren für mich frustran (trotz Optimierung des Mikrophons als wichtigstem Teil) so dass ich gegenwärtig wieder die Ursprungskombination mit Headset und Computer bevorzuge.
Nachdem das Programm geladen ist und die Anschlüsse vom Mikrofon erfolgt sind, kann das Diktat nach Ausbildung des Programms durch das Vorlesen z.B. eines Kapitels der "Schatzinsel" bei IBM oder kürzerem Text bei Dragon gestartet werden. Wer ohnehin seine Texte bislang auf dem Computer gespeichert hat, sollte diese analysieren. So sind relativ rasch alle Voraussetzungen erreicht, um regelmäßig Texte zu erstellen oder Befunde in ein Windows kompatibeles Praxissystem hineinzusprechen.