KHK/Bechterew

 

 Was haben koronare Herzkrankheit und Morbus Bechterew gemeinsam?

Nicht viel , meint die Schulmedizin. Die eine ist DMP( disease management program)-  Erkrankung der Internisten/ Hausärzte und die andere teilen sich Rheumatologen und Orthopäden.

Im DMP werden Patienten nach Herzinfakt, mit koronarer Herzerkrankung oder nach Herzoperation in ein bürokratisches Kontrollsystem gefaßt und je nach Engagement der Krankenkasse ( sie erhält anteilig Geld aus dem Risikostrukturausgleich) und Ärzte erfolgen dann Blutuntersuchungen, ein Training in Herzgruppen ( wird meist nicht beworben!) und die Einnahme von Medikamtenten ist standardisiert. Medikamente sind in der Regel Kombinationen aus Blutdrucksenkern, Blutfettsenkern und Blutplättchenzusammenballungshemmern. Die Blutwerte sollen regelmäßig kontrolliert und alles dokumentiert werden , und alle hoffen, das Gesundheit im verhältnismäßigen Umfang zum Aufwand entsteht.

Der Morbus Bechterew ist eine  definierte rheumatische Erkrankung, die mit Entzündungen vor allem in den Gelenken der Wirbelsäule einhergeht, zur Einsteifung führen kann und eine genetische Komponente aufweist. Er ist Grundmodell für entzündliche Wirbelsäulenerkrankungen, die mit Einsteifung und Schmerzen einhergehen.

Hier wird es interessant, denn auch Patienten mit koronarer Herzerkrankung weisen häufig steife Wirbelsäulen und Anteile charakteristischer Veränderung der knöchernen Strukturen wie beim Morbus Bechterw auf.

Lässt man die schulmedizinischen “Schubladen” dualen Weltbildes  außer Acht, so zeigt die gemeinsame Betrachtung, daß die überschießende Verknöcherung (Morbus Forrestier, Spondylosis hyperostotica), die häufiger bei Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckererkrankung) und Fettstoffwechselstörungen  anzutreffen ist,  auf der einen Seite mit der Gefahr koronarer Herzerkrankung und auf der anderen Seite mit den klinischen Eigenheiten des Morbus Bechterew verbunden sein kann.

Das gilt auch bezüglich der entzündlichen serologischen Aktivität zum Beispiel (CRP), die  in den letzten Jahren eine Bedeutung für koronare Herzerkrankung bekommen hat.

Interessant ist auch der Zusammenhang der Aktivität rheumatischer Reizungen zur Darmfunktion. So kann man beim Morbus Bechterw und den ihm ähnelnden Erkrankungen (sogenannte seronegative Spondylarthropathien) auch von darmassoziierten Spondylarthropathien sprechen.

Rückenschmerzen, Beschwerden in der Verdauung und urogenitale Entzündungen (Beschwerden bei der Miktion) können auch über die Art der Keimbesiedlung im Darm eine Verbindung haben!

Diese Betrachtung erlaubt es dem Orthopäden, Schmerzen am Rücken aus seinem Fachgebiet in die Zuständigkeit der inneren Medizin zu weisen oder Empfehlungen zur Ernährung, Bewegung, Homöopathie und Phytotherapie zu geben.

Je nach persönlicher Ausgangslage ( Trainings - und Ernährungszustand, physische und psychische Konstitution, Lebensweise) variieren die beobachtbaren Krankheitszeichen. Für viele dieser Patienten ist es erstaunlich, dass sie eine stark schmerzhaft verschiebliche Rückenhautfalte häufiger rechts als links ( Leber/ Gallen/ Dünndarmzone der                                     Kibler Hautfalte aufweisen ( Links : www. Medpilot.de  nach Kibler - Hautfalte suchen!), die anteilig die “Rückenspannung” bewirken soll.

So gibt es eine fatale Kombinationen aus überschießender Spondylose (Bild rechts) wie beim Morbus Bechterew und der Neigung zu Gefäßverkalkungen insbesondere der großen Gefäße wie der Bauchaorta.

Die Röntgenaufnahme der Lendenwirbelsäule (angefertigt wegen Rückenschmerzen) zeigt die oft langstreckigen Veränderungen. Das Bild der Gelenke und Wirbelkörper kann denen des Morbus Bechterw und/oder des Morbus Forrestier entsprechen ( Längsbandverkalkung, Syndesmophyten, groteske Osteophyten), wobei typische degenerative Bandscheibenveränderungen nicht im Vordergrund stehen.

Karenz von Nikotin, Einstellung vom Fettstoffwechsel mit vegetarischer Kost (Ernährung bei Morbus Bechterew von Olaf Adam als Basisliteratur) ggf. in der akuten Phase der Entzündung Dexametason, ggf. Piroxicam oder Naproxen sowie regelmäßige Funktionsgymnastik (durchaus auch Teilnahme in der Herzsportgruppe neben Yoga) in der Gruppe sind notwendig. Die Prognose wird wesentlich durch die Gefäßveränderungen bestimmt!

Als Ergänzungen der Ernährung können zum Beispiel Mariendistel/Artischocke ( Kontraindikationen beachten) genutzt werden und eine Einstellung auf warme Kost (Reis, Kartoffeln, Gemüse, Suppen - vorübergehender Verzicht auf Getreide/ Vollkorn und Vollmilch) ist sinnvoll, bis der Wirbelsäulenschmerz reduziert und die Kiblerhautfalte wieder weich ohne Schmerzen bewegt werden kann.

Brustschmerzen bei Patienten nach Herzinfakt sind - sofern schulmedizinische Erklärungen nicht gefunden werden - erfolgreich mit einer Störherdakupunktur (Alternativen ) zu behandeln. 

Sehr bewährt hat sich die Kombination aus sensiblem Herzpunkt links(Herzmeridian),                   Thymus ( beim Rechtshänder links) und Antidepressionspunkt (beim Rechtshänder rechts) am Ohr ( Herzmeridian).

Die Aktivität der Punkte wird mit dem Inventar der Störherddiagnostik nach Bahr                            ( www.akupunktur-arzt.de) überprüft. Oft ist schon eine Behandlung erfolgreich.                       

Bei hoher Störherdedaktivität mit bereits vorliegender “Schwäche der Substanz (Yin)” und aktivem Quellpunkt des Nierenmeridan ( Ni3) bzw. MP der Oszillation nach Bahr können Symptome auch als Schwindel oder Kopfschmerzen eintreten.

Auch hier führt zunächst die Schulmedizin und findet sie keine Erklärung, so schließt  sie doch zumindest einen gefährlichen Verlauf aus und jetzt kann die Störherdtherapie mit Ohrakupunktur oder Narbenbehandlung z:b. nach Herzoperation oft gut helfen.

Mit der sehr guten Wirkung dieser Therapie lohnt sich oft sogar nicht einmal der Antrag bei der gesetzlichen Krankenversicherung auf Kostenübernahme einer Akupunktur!

 

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