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Kampfkunst



Aus der Tradition der Sportmedizin habe ich über Jahre meinen Patienten geraten, Herz-Kreislauf - Ausdauer und Kraft zu trainieren.

Grundsätzlich bleibe ich auch dabei.

Der Stress im Alltag führt zur Leber und Gallen Qi - Stagnation (Ärzte werden in der Regel mit negativen Informationen beladen - nicht nur von Patienten - auch aus der Politik und der eigenen Standesvertretung, was Wut, Ärger, Angst und Sorgen bewirkt).

Die Erfahrung des eigenen Alterns, die erlahmende Lust, mich gegen Kraftmaschinen zu quälen und die Sehnsucht nach einem vegetativ stimulierenden Ausgleich haben mich zum Kampfsport geführt.

“Quan dao” Weg zur Quelle( www.quandao.de - siehe auch Bild) übt Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer, Koordination und Geschicklichkeit.

Uwe Österreich(Mail: Uwe@quandao.de) ist der Trainer in Salzgitter Bad und die Gruppe trifft sich montags (18.00 und 20.00) im Mütterzentrum. Eine Kontaktaufnahme ist an den Übungsabenden oder telefonisch (Internetseite) möglich.

Kung Fu Kampfkunst mit ihrer choreographischen Körperbeherrschung, in der sich alle konditionellen Grundeigenschaften z.B. in Tierfiguren (speziell Quan Dao ) spiegeln, dem kinesiologischen Ausgleich von linker und rechter Körperhälfte, der Disziplin und den konzentrativen/ meditativen Inhalten ist auch für Kinder sehr gut geeignet und gerade bei “Problemkindern” (KISS-Syndrom) erste Wahl vor Fussball, Turnen, Schwimmen oder gar Tennis.

Kampfkunst braucht man in jedem Lebensalter und man kann sie auch in jedem Lebensalter lernen.

 

Yoga

Yoga und Orthopädie

Aus Sicht der Orthopädie und Sportmedizin führen Yogaübungen (Asanas) in Endgrade möglicher Gelenkbewegungen und erlauben damit neurophysiologische Erfahrungen, was Koordination, Kraft und Beweglichkeit steigert.

Die gleichzeitige Verbindung zur Atmung ist auch in der fernöstlichen Kampfkunst bekannt.

Der Einfluss auf die inneren Organe ist komplex und beruht auf den Verbindungen des Nervensystems zwischen dem Bewegungsapparat und inneren Organen, einer Modifikation des vegetativen Nervensystems durch Konzentration des Bewusstseins zum Beispiel auf die Atmung.

Mit der Lenkung des Bewusstseins sind kann insbesondere Einfluss auf die „Organkopplungen“ des „Unterbewusstseins“ wie z.B. in den Funktionskreisen von Leber/Galle, dem Magen, dem Darm mit der Verdauungsleistung oder dem Unterbauch mit seiner Durchblutung zum Beispiel genommen werden.

Das klingt zunächst gut und so, als wäre Yoga ein Mittel zum Heilen von Erkrankungen wie zum Beispiel von Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder Arthrose.

So einfach ist es aber nicht und viele Anwender schildern zunächst Erfahrungen von zunehmenden Beschwerden, also von mehr Schmerzen und eingeschränkter Bewegung der Wirbelsäule oder Reizungen der Gelenke.

Oft wird dieser Erfahrung durch den behandelnden Arzt bestätigt, der in den speziellen Übungen des Yoga eine Gefährdung der anatomischen Struktur erkennt.

Schmerzerfahrung und ärztlicher Rat lassen dann schnell Yoga abbrechen.

Gibt es tatsächlich Gefahren für Erkrankte?

Grundsätzlich gibt es die. Aber die liefert auch der Lebensalltag von der Gartenarbeit bis zum Einkauf und von der langen Autofahrt bis zum endlosen Streit mit dem Lebenspartner.

Alles was (Ver)Spannungen auslöst wirkt auch auf die Funktionen des lebendigen Körpers bis zum Einfluss auf die anatomische Struktur. „Der Geist formt die Materie“!

So sind es nicht nur mechanische oder physikalische Einflüsse wie beim Heben und Tragen von Lasten, sondern auch emotionale Belastungen, die nur langsam „verdaut“ werden und möglicherweise immer wieder in den Gedanken auftauchen.

Natürlich ist es bei einer Arthrose/Gelenkverschleiß mit Einschränkung der Gelenkbewegung, bei einem Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule mit Beinschmerzen, bei einem fortgeschrittenen Verschleiß der Halswirbelsäule und Störungen der Drehbewegung mit Kopfschmerzen ungünstig, eine vollständige Belastung der Wirbelsäule durchzuführen, als ob nichts geschehen wäre.

Es gilt für den Erkrankten und von Schmerzen betroffenen aber auch die Grundsätze der Trainingslehre.

Kleine und regelmäßige Reize führen zu einer Anpassung der Gewebe und größere Reize können diese Anpassung noch verstärken, wobei übergroße Reize zur Schmerzantwort des Körpers führen und dies auch sollen.

Schmerzen sind kein Überschuss, der einfach nur wegzunehmen ist. Schmerzen sind immer der Ausdruck einer Schwäche des Körpers. Das gilt für Krebserkrankungen nicht anders als bei „Bandscheibe“, Kopfschmerzen oder im „Alter“.

So verändern Schmerzmedikamente zwar die Wahrnehmung, ändern aber nichts an den Ursachen. Das gilt insbesondere auch im chronischen Verlauf von Schmerzen.

Yoga ist ein besonderes System und Teil einer Philosophie. Yoga ist Philosophie kann man auch formulieren oder Yoga ist das Leben. Damit kann der betroffene Schmerzpatient aber nicht viel anfangen.

Die eingangs aufgeführten Übungen liefern die Grundlagen des Trainings mit Kraft, Beweglichkeit und Geschicklichkeit und Konzentration auf die Atmung.

Mit stetiger Übung kommt auch die Ausdauer hinzu und für die meisten Erkrankungen ist die „Schnelligkeit“ nicht wichtig, die für den Sportler die Grundlagen der Kondition ergänzt.

So gibt es also zunächst ein Repertoire an Übungen mit einfachen Voraussetzungen, einer Matte für den Boden, einem Kissen für den Sitz und lockerer Kleidung, die Bewegung erlaubt.

Yoga ist mehr als nur Gymnastik! Die Übungen können durchaus als Gymnastik verstanden werden. Das Ziel sind aber nicht eine besondere Leistung in den Übungen mit einer Bewertung der Ausführung, sondern die Konzentration auf Übung, Atmung und die Verbindung von Bewusstsein und Körper.

So macht jeder Teilnehmer sein eigenes Yoga, auch wenn in der Gruppe die gleichen Übungen unter Anleitung eines Lehrers durchgeführt werden.

Zum Yoga gehören Übungen der Entspannung genauso wie erheblicher Anstrengung gegenüber der Schwerkraft, Übungen der Geschicklichkeit und des Gleichgewichts und einer allgemeinen Körperkontrolle.

Richtige Atmung, Konzentration auf einen Text, der gemeinsam gesprochen oder gesungen wird, eine gemeinsame Entspannung mit Durchgang im Körper, der quasi „gescannt“ wird und schließlich das Erlebnis in einer Gruppe, was von den meisten als zusätzliche Energiezufuhr empfunden wird.

Ohne Schmerzen geht es nicht?

Schmerzen sind keine einheitlichen Empfindungen. Sie sind Wahrnehmung und Bewertung. So fühlen wir bei einer frohen Botschaft kaum den Stein, gegen den wir stoßen und geht es uns schlecht, empfinden wir wie die „Prinzessin auf der Erbse“.

Natürlich gibt es in ungewohnten und selbst auch später gewohnten Übungen immer wieder Empfindungen, die wir auch Schmerzen nennen können.

Es ist mit der Verbindung von Geist und Körper auch von der Ausgangslage abhängig, mit der wir unsere Yogastunde beginnen.

Beim Empfinden der Schmerzen in einer Übung, die im Yoga „Asana“ genannt wird, können wir wie im Lebensalltag reagieren und mit dem Laut „AUA“ uns aus der Spannung der Übung entfernen.

Yoga bietet aber mit der immer wieder gelehrten und vom Lehrer erinnerten Konzentration auf die Atmung die Chance, unser Bewusstsein sowohl auf den Schmerz wie auch die Atmung zu lenken.

Wir lernen dabei, dass aufkommende Gedanken zum Schmerz unabhängig von unserem Bewusstsein sind, weil wir unsere Aufmerksamkeit sowohl zum Schmerz wie auch auf die Atmung lenken können!

Gedanke kann z.B. sein, dass der rechte Arm schon wieder schmerzt und der Orthopäde eine Verkalkung erkannt hat und überhaupt auch in der letzten Nacht der Schlaf gestört war, weil auf der rechten Seite nicht gelegen werden konnte.

Erinnerungen dieser Art sind jedem von uns geläufig und gehen wir mit unserem Bewusstsein darauf ein, ist die Fortsetzung der Übung kaum noch möglich.

Im Yoga lernen wir aber, dass Empfindungen unseres Körpers aber keine konstanten Phänomene sind, sondern wechseln.

Sie sind z.B. von unserer Stimmung und den schon gespeicherten Bewertungen abhängig.

Wir üben demnach, zwischen den Empfindungen zum Beispiel wie dem Schmerz im rechten Arm und unserer Atmung zu wechseln und beobachten, dass sich damit auch der Grad der Empfindung – also der Schmerzen- ändert und meist verringert.

Es ist aber auch nicht schlau, vollständig gegen die Empfindung zu handeln und so können wir die Anspannung der Übung etwas nachlassen.

Der Yogalehrer wird es so formulieren, dass jeder seine eigene Übung bis zu dem Bereich hält, in dem er sie noch stabil und komfortabel schafft.

Der „Trick“ mit dem Bezug zur Atmung ist nicht nur im Yoga gültig, sondern kann auf den Alltag übertragen werden.

Da die Atmung und verschiedene Techniken dazu ein ganz wichtiger Teil der Übungen der Yogastunde sind, werden sie auch immer wiederholt und erreichen eine besondere Bedeutung in der Philosophie des Yoga (Anhang).

Die Konzentration des Bewusstseins auf die Übung und die Atmung trotz einströmender Gedanken, die man nun „ziehen lassen“ kann, ist Übung der Achtsamkeit.

Achtsamkeit, die Konzentration auf das, was jetzt geschieht, ist eine wichtige Voraussetzung, um „Stress“ und seinen Wirkungen auf den Körper besser begegnen zu können.

Aus orthopädischer Sicht erfüllt Yoga alle Voraussetzungen, um dem Gesunden eine ausreichende Widerstandskraft gegenüber den Anforderungen des Lebensalltages zu liefern und dem Kranken eine sanfte Übungsmethode, mit der er Geist und Körper wieder kräftigen kann.

Für viele Menschen in unserem Land ist Yoga „Entspannung“ oder „Wellness“ oder nur für junge „biegsame“ Frauen.

Diese Aussagen stimmen nicht mit den Erfahrungen überein, die Teilnehmer berichten.

Sammeln Sie also Ihre eigenen Erfahrungen und diejenigen mit Erkrankungen am Bewegungsapparat oder der inneren Organe kann ihre Absicht auch mit ihrem Arzt besprechen.

Als Arzt weiß ich allerdings, dass die Schonungsempfehlungen meiner Berufsgruppe oft nicht aus der eigenen Erfahrung im Sport oder wie hier im Yoga stammen, sondern nicht anders als beim Patienten aus dem „Hörensagen“.

So bleibt es im Einzelfall bei einer speziellen Beratung des Arztes für die Teilnahme und vielleicht trauen sich die Interessierten, zunächst eigene Erfahrungen in einer Anfängergruppe zu sammeln, damit sie sich von ihrem Arzt gezielter bezogen vielleicht auf ein spezielles Problem und nicht im Austausch von Meinungen beraten lassen können.
yogastudio.pdf [124 KB]

Link:
http://www.yogastudio-santosha.de