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Diagnostik und Therapie bei Kindern

Grundregulationen - Trauma

Schiefhaltung, Schiefhals

Der Text ist aus den Erfahrungen der letzten 20 Jahre in der orthopädischen Medizin entstanden.
In den letzten Jahren hat sich der Focus immer mehr von der mechanischen Betrachtung
der Biedermannschen Philosophie zur kybernetischen Sichtweise mit der Arbeitshypothese der Traumatisierung
verschoben. Die Erfahrung lässt vermuten, dass dieses frühkindliche Modell der Traumatisierung im
weiteren Leben Gültigkeit behält.
So reagiert der traumatisierte Erwachsene grundsätzlich vergleichbar zum Neugeborenen.
Das ist die eigentliche Erkenntnis der klinischen Beobachtungen mit einer Fülle von
Konsequenzen auch für die Erwachsenenmedizin.


Das Leben beginnen mit der Befruchtung der Eizelle.
Der Verlauf der Schwangerschaft und das Leben der Mutter nehmen immer einen Einfluss auf das Kind. Mutter und Kind sind und bleiben im gleichen „Feld“. Sie sind ihr Leben lang verbunden!
Bekannt sind chemisch vergiftende Wirkungen des Nikotins, von Amalgamfüllungen, des Alkohols und wahrscheinlich nimmt das Kind auch schon am psychischen Zustand der Mutter teil. Die Bandbreite reicht also von grobstofflich (chemischen) bis zu feinstofflich (seelischen- psychischen) Einflussnahmen.
Vor der Schwangerschaft kommen Frauen wegen Rückenschmerzen in die Praxis und teilen vielleicht mit, dass auch Kinderwunsch besteht und schon vieles versucht wurde, sogar künstliche Befruchtungen und die frauenärztliche Therapie sei bislang nicht erfolgreich gewesen. Bei vielen Frauen finden sich dann im körperlichen Ausdruck Stresssymptome, auf die in den folgenden Kapiteln eingegangen wird.
„Im Krieg kommen keine Kinder“ ist die alte Weisheit! Also gilt es, Geist und Körper wieder zu verbinden – das erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft erheblich und schafft vor allem die Voraussetzungen für eine gute Beziehung von
Mutter und Kind von Anfang an, also schon ab der Befruchtung, wenn das Leben beginnt.
Eine freie Bewegung der Kreuzdarmbeingelenke ist eine wichtige Voraussetzung für die natürliche Geburt. Die Natur hilft mit einer hormonellen Aufweichung der knorpeligen Strukturen des Beckenringes nach. Bestehen aber Stoffwechselstörungen, erhebliches Übergewicht, Zuckererkrankung, Zahnentzündungen, psychisch Belastungen wie Angst, Kränkungen, Kummer oder Trauer, dann entstehen rheumatische Reaktionsweisen im Körper. Sie führen zu Reizerscheinungen in den kleinen Wirbelgelenken, den Kreuzdarmbeingelenken, einer einseitigen Körperanspannung, Nacken-Halsverspannungen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Oberbauchschmerzen, Blähungen des Bauches und das Kind erlebt alles mit!
Die Geburt ist für die so geschwächte Mutter eine Tortur und der Kaiserschnitt, die Saugglocke oder lange Entbindungszeit die häufigen Folgen.
Der Orthopäde sieht das Kind in der Regel erst nach der Geburt. Es gilt Füße und Hüften zu kontrollieren oder das „Kiss Syndrom“ zu behandeln.
Es ist ein Krankheitsbegriff für Störungen der Funktionen der oberen Halswirbelsäule
die mit den Umständen des Geburtsvorganges in Verbindung gebracht werden könnten.
Operative Entbindung (Kaiserschnitt) und mit Hilfsmitteln wie zum Beispiel der Saugglocke oder lokaler mechanischer Einwirkung auf den Bauch der gebärenden (Kristellern) können das Kind verletzen oder „traumatisieren“.
Für das Geburtsteam geht es natürlich immer um das Leben von Mutter und Kind und die folgenden Überlegungen und Erfahrungen sind keinesfalls geeignet, Schuldzuweisungen zu treffen. Es geht um die neutrale Betrachtung von funktionellen Störungen am Bewegungsapparat, die schon ganz früh im Leben eintreten können und ein Grundmodell traumatischer Reaktionsweise sind.
„Schiefhals“ ist eine Formulierung für die äußere Form, der verformte Kopf im weiteren Verlauf (Schädelasymmetrie) ein weiteres Zeichen und von manchen Kindern wird berichtet, dass sie als „Sternengucker“ die äußere Welt erreicht haben.
Die Störungen der Funktion der Wirbelsäule können durch gezielte Bewegung der Wirbelkörper behandelt werden. Man nennt das „manuelle Therapie“ und Ärzte, Physiotherapeuten oder Osteopathen bieten dazu ihre Dienstleistung an.
Verletzungen bei der Geburt sind zum Beispiel Schlüsselbeinbrüche, Verformungen des Kopfes durch die Saugglocke und Blutergüsse. Diese äußeren Zeichen der Gewalteinwirkung gehen in vielen Fällen mit Störungen der Funktion der Wirbelsäule einher.
Die Gewalteinwirkung führt aber nicht nur zum Gewebeschaden, sondern auch zum „Unfallschock“ als Teil psychischer Gewalt, weil mit dem Unfall eine Veränderung der Körperspannung eintritt. Während der Gewebeschaden beim Neugeborenen schnell ausheilt, wird die psychische Gewalteinwirkung oft länger erinnert. Es kommt dann zu einer traumatischen „Stresssteuerung“ des zentralen Nervensystems.
Der typische Befund ist eine einseitige Körperspannung wie bei einer Halbseitenschwäche, also wie bei einem Schlaganfall zum Beispiel.
Zunächst ist das ein Schaltzustand des Nervensystems, eine andauernde Alarmreaktion, aber im Verlauf kann die Information „Software“ in die körperliche Struktur „Hardware“ übergehen.
Zur Eigenschaft des Lebendigen gehört dabei der andauernde Austausch zwischen Idee (Gedanken, Bewusstsein, Software) und Materie (Hardware, körperliche Struktur, Materie).
Der Orthopäde hofft mit seiner manuellen Therapie auf den Charakter „funktioneller Störungen“, weil er es mit seinen Händen (manuelle Therapie, Chirotherapie Chiros- gr. Hand) gut behandeln kann.
Was ist eine funktionelle Erkrankung?
Gegenüber den Eltern nutze ich den Vergleich mit einem Fahrrad.
Bei einer funktionellen Erkrankung ist die Fahrradkette abgesprungen, die Kette selbst und der Zahnkranz aber heil geblieben und Fahrradfahren ist offensichtlich dennoch nicht möglich.
Bei einer funktionellen Erkrankung liegt in der Regel also kein erheblicher Gewebeschaden vor, der vielleicht zu einer Behinderung führen müsste.
Die gegenwärtige Schulmedizin fokussiert allerding auf einen Schaden, also die krankhafte Formveränderung des Gewebes, also hier der Kette oder des Zahnkranzes.
Die missliche Situation wird ursächlich auf Veränderungen dieser Teile des Fahrrades bezogen. Man findet vielleicht Rost oder „Riefen“ und diese müssen als Ursachen herhalten.
So kann es schon am Anfang des irdischen Lebens ein Problem mit der organbezogenen technischen Medizin geben, die gleichwohl ihre unbestrittenen Vorteile in genauer anatomischer Darstellung, der Abrechnungsmöglichkeit gegenüber den Kostenträgern und der medizinischen Dokumentation hat.
Dem Schweizer Arzt Dr. Alois Brügger erkannte den regelhaften Zusammenhang einer guten Beweglichkeit der Wirbelsäule zu Krankheitszeichen des Körpers.
Er entdeckte, dass ein Symptom wie zum Beispiel der Schmerz und seine eigentliche Ursache, weit voneinander liegen können.
Reflexzonen am Körper werden seit Jahrtausenden in der indischen und chinesischen Medizin beschrieben. Mit äußerlich erkennbaren Veränderungen der Haut und der Spannungen im Unterhautgewebe kann so auf Erkrankungen innerer Organe geschlossen werden.
Die „Head’schen Zonen“ sind in der europäischen Medizin des vorletzten Jahrhunderts ein Bestandteil der Masseurausbildung gewesen.
Andere Techniken wie die des tschechischen Neurologen Janda beschäftigten sich nicht so sehr mit der Beweglichkeit der Wirbelsäule und ihren Beziehungen zu muskulären Spannungen, sondern wenden von außen willkürliche Bewegungen am Patienten an und beurteilen die Rückkehr zur Ausgangsstellung. So ergibt sich ein Grad der Stabilität und eine Bandbreite der Reaktionsfähigkeit.
Dr. Karol Vojta, der berühmte slowakische Kinderneurologe, beschrieb Standards der Säuglingsuntersuchung, die noch heute Gültigkeit besitzen.
Mit seiner „Reflexkinesiologie“ offenbaren sich ebenfalls die einseitigen (asymmetrischen) Steuerungsstörungen geburtlicher Traumata.
In neuerer Zeit bestätigt auch die Schädelakupunktur des Japaners Prof. Dr. Yamamoto die Beziehung zwischen muskulären Spannungen am Körper (sog. „Somatotope“ als Reaktionszonen) und der einseitigen „Stressreaktion“ des zentralen Nervensystems.
Die Schädelakupunktur (YNSA) bewährt sich besonders in der Therapie von Schmerzzuständen und Bewegungsstörungen neurologischer Leiden wie zum Beispiel nach Hirndurchblutungsstörungen (Schlaganfall). Eine reflexartigen Sofortwirkung („Sekundeneffekt“ nach dem Neuraltherapeuten Hunnecke) ist bei akuten Erkrankungen der inneren Medizin (Herzanfall) oder akuten Schmerzen der Wirbelsäule (Lumbago, Nervenwurzelreizung) zu berichten.
Biedermann hat im deutschsprachigen Raum funktionelle Erkrankungen des Säuglings auf ein geburtliches Trauma bezogen und erzielt mit seiner speziellen Technik der manuellen Therapie der oberen Halswirbelsäule in vielen Fällen eine effektive Schmerzbehandlung und Funktionsverbesserung .
Die häufige Behandlung von Schreikindern, von denen ein Teil ein Geburtstrauma wie zum Beispiel durch Kaiserschnittentbindung oder Saugglockengeburt erlitten haben, führt zu weiteren Erkenntnissen der Beziehung zwischen dem Patienten und seiner unmittelbaren Lebensumgebung und hier insbesondere der Mutter.
Als Risiko für eine Traumatisierung gelten nach aktueller Auffassung operative Entbindungen wie der Kaiserschnitt, Beckenend- und Schieflagen oder Auffälligkeiten in der Schwangerschaft mit mangelnder oder geringer Kindsbewegung, eine Vorgeschichte von Schädelasymmetrien in der Familie und die Anwendung von geburtlichen Hilfsmitteln wie der Saugglocke und Begleitverletzungen der Geburt wie zum Beispiel der Bruch des Schlüsselschlüsselbeins oder einer Nervenlähmung (so genannte Plexusparese).
Schlüsselbeinfrakturen verheilten beim Säugling zum Beispiel innerhalb von zwei Wochen, was wahrscheinlich auch für die übrigen bindegewebigen Verletzungen gilt.

Die Kiblerfalte ist als Kriterium einer Reflexzone (Headzone) bereits erwähnt worden.
Die Behandlung der Bindegewebe war Teil der Masseurausbildung im letzten Jahrhundert. Die Diagnostik mit einem bindegewebigen Strich über den Rücken, zum Beispiel mit einem Fingerknöchel ist dem älteren Patienten vielleicht noch bekannt.

Die Kiblerfalte ist eine „Speckrolle“, die vom Therapeuten neben den Dornfortsätzen der Wirbelsäulendorn gerollt wird und normal eine ohne Schmerzen verschiebliche Unterhaut. Wir dachten früher, dass die Unterhaut zwar eine gewisse Spannung haben kann, die mit der Stellreaktion der Haare verbunden und zum Beispiel in der Kälte oder bei Angst („es sträuben sich an die Nackenhaare“) verändern, aber der innere Bezug dieser Reaktionsweisen ist später niemals mehr ausführlich diskutiert oder erforscht worden.
Die sog. Atlastherapie, eine spezielle Richtung der manuellen Therapie, beobachtet ebenfalls Veränderungen der bindegewebigen Spannungen mit der Messmethode „Kiblerfalte“ nach Manipulationen der oberen Halswirbelsäule.
Es gibt allerdings vielfältige Beziehungen der Spannung im Unterhautgewebe.
Es enthält Elemente, die vergleichbar zur Muskulatur eine Spannung aufbauen können und es gibt eine sehr gute Nervenversorgung der Haut, die sich an alle möglichen Zustände des zentralen Nervensystems anpasst und vom Nervensystem gesteuert wird.
So kann zum Beispiel die Bewegung der oberen Halswirbelsäule die Verschieblichkeit der Unterhaut in der Lendenwirbelsäule verändern.
Das beobachten die Atlastherapeuten nach ihrer Behandlung des ersten Halswirbels, des Atlas.
Im Bereich der Erwachsenenmedizin wird auf dieses Phänomen noch näher eingegangen.
Für die Säuglinge ist es wichtig, dass die Unterhaut am ganzen Körper gut verschieblich ist und der diagnostische interessante Bereich ist entlang der gesamten Wirbelsäule. Sind die oberen Segmente der Halswirbelsäule nach einer geburtstraumatischen Verletzung in der Funktion gestört, so kann mit der Bewegung der Unterhaut ein heilender Reiz mit einer Normalisierung der Gelenkbewegungen ausgelöst werden.
So ist das Bewegen der Unterhaut nicht nur eine diagnostische Hilfe, sondern gleichzeitig auch Therapie.
Die Kiblerfalte weist als Zeichen der inneren Reflexzone darüber hinaus auf den Zusammenhang zu den inneren Organfunktionen.
Auch für den Säugling ist es wichtig, dass die Verdauungsleistung der Nahrungsaufnahme entspricht. Ist das nicht der Fall kommt es zu Störungen des Transports und häufig zu Blähungen, einem Erbrechen oder einem Wechsel von Durchfall und Verstopfung zum Beispiel. Solche Symptome sind zwar relativ normal für einen wachsenden und sich an die Umwelt anpassen Organismus, aber für die Eltern und den Patienten doch sehr störend.
Das Bewegen der Kiblerhautfalte als „Tuinamassage“ wie in der chinesischen Medizin können die Eltern leicht erlernen.
Muss eigentlich jedes Kind an der Wirbelsäule untersucht werden?
Es muss natürlich nicht jedes Kind an der Wirbelsäule von vornherein untersucht werden und es ist auch völlig normal, dass Schreikinder von selbst aufhören zu schreiben wenn sie eine liebevolle Lebensumgebung durch die Zuwendung der Eltern erfahren. Das ist über Jahrtausende so gewesen und wird auch in der Zukunft so sein. Ich beobachte in der Praxis allerdings die Unsicherheit der Eltern über die mannigfaltigen Reaktionsweisen der Kinder. Störungen der Funktion der Halswirbelsäule sind für den Geübten mit einer Technik der manuellen Therapie, einer Tuinamassage und oft Hinweisen zur Ernährung zu behandeln. So wird das Leid der Eltern und des möglicherweise sehr unruhigen Kindes mit Schreiattacken und durchwachten Nächten oft erfolgreich gelindert.

Manuelle Diagnostik und Therapie gehen in der Untersuchung fließend ineinander über. Eine vorsichtige manuelle Lösung der Halswirbelsäule ohne „Einrenken“ ist in der Regel wirksam und hat kein Unfallpotential. Allerdings gelingt mir ein vergleichbarer Effekt auf Halswirbelsäule und Hirnstamm nur, wenn Funktionsstörungen der übrigen Wirbelsäule (Kreuzdarmbeingelenk z.B.) gelöst werden und ggf. eine Homöopathie (Mercurius mit Resonanz zum Nabelchakra - damit der “Mitte”) oder Mikrostimulation am Ohr mit dem Akupunkturlaser eingesetzt werden. Mit diesen "Tricks" (Anlage Frequenz 5 nach Bahr mit dem Handylaser peripher oder zentral, lokale Ohrstimulation im Bereich ca. Kiefergelenk subantitragal, die auch die Mütter weiterführen können) ist eine Muskelentspannung und einfache Mobilisation der oberen HWS für den Erfahrenen ohne Impuls ausreichend erfolgreich.

Dann löse ich die Funktionsstörungen der Sacroiliacalgelenke. Oftmals kommt es hier zum Knackphänomen, was auch für die vorsichtig geführte, rotierende Mobilisation der Lenden- und Brustwirbelsäule gilt. Die Brustwirbelsäule wird in Bauchlage mit Gegenhalt des untergelegten Armes durch Ballendruck vom thorakolumbalen Übergang an in kleinen Schritten mobilisiert.

Raritäten im Säuglingsalter vor der Vertikalisierung sind Funktionsstörungen der unteren Halswirbelsäule, üblich hingegen gerade bei asymmetrischen Kindern die relative Fixierung der oberen Brustwirbelsäule und Funktionsstörung auch des Cervico - thorakalen - Überganges und ähnelt damit dem erwachsenen Trainingsmangelmuster. Die Mobilisation der Brustwirbelsäule ist von ähnlicher Bedeutung beim Säugling, wie sie Basis zur Therapie der erwachsenen Wirbelsäule ist (Oft Serienblockierungen um den Scheitel der Kyphose : Beachte Blase 17 - Meisterpunkt des Blutes - Mobilisation verbessert den "Energiefluss" nicht nur bei Kindern - Brügger hatte Recht!!) Die mobilisierende Behandlung reicht in den Übergangsbereich der Brust- zur Halswirbelsäule. In Bauchlage mit sanft rotiertem Kopf löst ein vorsichtig repetitiv mobilisierender Schub des Daumens gegen den paravertebralen Weichteilwulst mit ausreichendem Tiefenkontakt die Wirbelgelenke des zervikothorakalen Überganges. Auch die unteren Segmente der Halswirbelsäule beim älteren Kind können mit dieser Technik mobilisiert werden, wobei ich " Schiefhälse " im Schulkindalter, die ja in der Regel C2-c3-Pathologien primär aufweisen, in Rückenlage des Patienten behandele und aktuell nach Lasermuskelentspannung ( Frequenz 5 nach Bahr, lokal ggf. Frequenz C) unter Mitarbeit des Kindes lösen kann. Der "entzündliche" Anteil des Schiefhalses klingt von allein oder in schweren Fällen (HNO Infekt) gut mit Ibuprofensaft (oder Homöopathie) ab. Aus dem typischen Funktionsdefizit der Bewegung mit Schiefhaltung des Kopfes, Rotationsstörung und sekundärer Skoliosierung des Rumpfes ergibt sich die Indikation zur mobilisierenden Therapie der Kopfgelenke. Funktionsstörungen C2 und C23 einzeln oder kombiniert zu C1 sind nach der Vertikalisierung häufiger und die Regel bei sog. Spät-Kiss Kindern mit senomotorischer Dyskybernese, die damit zum therapeutischen Problem werden können. Das Ziel ist die Normalisierung der Gelenkfunktionen, wobei oft die strenge Systematik der Vielfalt der Natur unterlegen ist. Rezidivierende Funktionsstörungen beim Säugling und Kleinkind trotz exakter Technik weisen auf die Bedeutung des neurologischen Grundmusters, also einer systematischen Pathologie und sind ggf. Indikation zur Krankengymnastik, sicher aber zur Kontrolle im Intervall nach 4-6 Wochen. Beim Säugling liegt häufig die "Kugel auf dem Berg" und läuft oft allein nach dem richtigen Stoß. Beim Erwachsenen ist das niemals mehr so. Er muss in der Regel trainieren. Ich plädiere für eine möglichst frühe Schmerzbehandlung von Kindern, die ein Geburtstrauma erlitten haben, ähnlich wie beim Erwachsenen nach Zervikaldistorsion bei einem Verkehrsunfall, die aufgrund drohender Chronifizierung auch nicht erst nach 6-8 Wochen ohne Diagnostik und ggf. Therapie dem spontanen Verlauf überlassen werden. Als Kontrollintervall sind 4 bis 6 Wochen je nach Verlauf und Schwere der Primärläsion oder der Entwicklung angemessen. Besteht der Verdacht auf einen schweren Schaden wie drohender spastischer Entwicklung ist eine intensive Behandlung mit Krankengymnastik nach Bobath oder Vojta indiziert. Manipulationen bei Säuglingen und Kleinkinder sollte nur der Arzt durchführen, der sich intensiv mit der manuellen Therapie beschäftigt hat und diese auch regelmäßig bei Kindern anwendet. Ich halte nichts von der typisch deutschen Sucht nach Zertifikaten!

Später sind es insbesondere Sprache und Feinmotorik, die über die Karrierechancen in unserer Gesellschaft in stärkeren Umfang entscheiden als das Laufvermögen, was ohnehin im Erwachsenenalter durch die Art des Umgangs mit dem eigenen Körper mehr verändert wird als durch die primäre Fähigkeit, den Körper überhaupt zu bewegen. Symptome hochcervicaler Funktionsstörungen im Schulalter sind Schwindel, Kopfschmerzen und sekundär häufig genannt auch Konzentrationsstörungen und die Kontrolle der Wirbelsäule auf Skolioseentwicklung sollte ab dem pubertären Wachstumsschub bei Mädchen im 10. und bei Jungen ab dem 12. Lebensjahr erfolgen. Die Eltern sollen informiert werden, dass mit der reinen KISS-Pathologie als funktioneller Störung keine Behinderung verbunden und eine gute Prognose die Regel ist. Asymmetrie gehört dabei zur Lebensdynamik üblicher biologischer Abläufe, die zwischen Chaos und Ordnungszustand wechseln. Auch die Schädelform korrigiert sich in den ersten zwei Jahren in der Regel weitgehend und folgt dann den asymmetrisch interessanten Gesichtern der Eltern. Vom Orthopäden wird verlangt, dass er eine Unterscheidung der Pathologie trifft. Er soll eine funktionelle Erkrankung erkennen und behandeln und eine drohende spastische oder hypotone Entwicklung mit möglichen weiteren Differentialdiagnosen und neurologischem Defizit nicht übersehen, die vom Pädiater und Krankengymnasten behandelt werden, was auch für die entsprechenden Verordnungen gilt.

Typische KISS-Kinder mit verzögerter motorischer Entwicklung und pseudozentraler Symptomatik bessern sich oft nach der manuellen Therapie so gut, dass die periphere Steuerungsstörung gegenüber einem theoretischen zerebralen Schaden in den Hintergrund treten kann. Krankengymnastik ist dann indiziert, wenn sich aufgrund systematischer Pathologie neurologischen Defizits eine Verzögerung der motorischen Entwicklung von mehr als 3 Monaten zeigt, wobei ich dazu tendiere, schon bei 8 Wochen Verzögerung Krankengymnastik zu empfehlen, sicher aber dann, wenn nach einer Kontrolluntersuchung nach 6 Wochen keine Verbesserung des Befundes eingetreten ist. Das KISS-Syndrom allein und eine damit verbundene Symmetriestörung ist kein Grund zur Verordnung von Krankengymnastik. Tritt eine Verschlechterung ein, so soll der Arzt die Diagnose präzisieren. "Schieflagesyndrom" oder "Schiefhals" sind dabei ärztlicher Behandlungsgegenstand und bedürfen der präzisen Formulierung und sollten nicht auf einem Gymnastikrezept stehen. Krankengymnastik wird dann verordnet, wenn der Arzt eine Störung der motorischen Entwicklung, ihre Symptome und damit möglicherweise im Zusammenhang stehende Ursache eingegrenzt hat. Die Diagnose kann deshalb z.B. zentrale Koordinationsstörung mit Funktionsstörung der Halswirbelsäule als Folge geburtlicher Verletzung sein. Dabei nutzt in jedem Fall die Quantifizierung der zentralen Koordinationsstörung. Eine oft gestellte Frage von Eltern und Ärzten betrifft die Dauer der Krankengymnastik. Die Antwort ist einfach: Krankengymnastik ist dann nicht mehr notwendig, wenn ein normaler Entwicklungsstand erreicht ist. Wir müssen akzeptieren, dass es Pflicht- und Kürmuster der Entwicklung gibt. Zur Pflicht gehören neben Schmerzarmut die rumpfmuskuläre Kontrolle, die Kopfkontrolle, das Beuge -Synergie - Muster und die Aufnahme gekreuzter Bewegungsmuster, ein ausreichendes Gleichgewicht und eine flexible Wirbelsäule, eine freie normale Gelenkbeweglichkeit, eine normale Hüftentwicklung und normale Fußhaltung ohne Fixierung oder weicher Korrekturmöglichkeit. Wir sollen wie Vojta zwischen Idealität und Normalität unterscheiden. "Ideal" bezeichnet einen sehr fokussierten Zustand getestet mit dem Inventar der Entwicklungskinesiologie nach Voyta. Das Feld des Normalen ist breiter. Der Profi-Golfspieler ist zum Beispiel sehr viel effektiver und hat kürzere Bewegungen in geringerer Auslenkung aus seiner Körperachse als der Laiengolfer, der sehr viel statistischer und damit inkonstanter Bewegungen durchführt. Nicht jede Abweichung von der Idealität wie Adduktionshaltung der Füße, Faustung der Hände oder eine leichte einseitige Betonung des Rumpfes mit Skoliosierung bedürfen der äußeren Hilfe. Bleibt ein Kind aber in seinem Unvermögen fixiert, so liegt die Kugel liegt nicht auf dem Berg. Wir sollen beim Kind ein Handicap nur dann akzeptieren, wenn wir es diagnostiziert und in der Schwere beurteilt haben. Ein Denken mit "Handicap" ist beim Erwachsenen Arthrotiker, also in meinem Alter von bald 60, sinnvoll und üblich und es ist Teil der Erwachsenenmedizin, den Menschen an seinen Alterungsumbau zu gewöhnen. Beim Kind müssen wir kritischer sein und dürfen keinesfalls z.B. eine spastische Entwicklung oder chronifizierte Funktionsstörung übersehen. So wird also eine schwere zentrale Koordinationsstörung mit spastischer Parese regelmäßig 1-2 x pro Woche zur Krankengymnastik und täglich 5 x mit der Mutter bis zu einem Jahr lang üben, während wir mittelschwere zentrale Koordinationsstörungen, KISS-Syndrome und Asymmetrie vielleicht nur ärztlich im Verlauf kontrollieren müssen. Ziel im ersten Jahr ist die ausreichende rumpfmuskuläre Kontrolle und Zuwendung zur Außenwelt, die sich in der Außenrotation und normalen Lagesicherung zeigt. Es sollen die diagonalen Bewegungsmuster aufgenommen werden, wobei Zeichen mäßiger Reifungsstörung mit Streckerbetonung auf beiden Seiten frühzeitig zum Stand kommen, was allein für sich keine Pathologie ist. Ohne Zweifel ist der therapeutische Aufwand wesentlich größer, wenn bedeutsame funktionelle Störungen und eine asymmetrische Entwicklung erst im 2. Lebensjahr oder später erkannt werden.


Das zweite Lebensjahr gehört der Vertikalisierung, also dem Laufen lernen. Die "Kür" auf diesem Weg schließt Kinder ein, die beim Krabbeln sehr behende einseitig mit adduziertem Bein quasi über den Boden rutschen. Ob hier "versteckte" Pathologien eine Rolle spielen wird diskutiert. Oftmals muss man aber nicht behandeln. Funktionsstörungen betreffen oft den lumbosacralen Übergang und die Brustwirbelsäule, aber häufig sind es keine typischen KISS-Kinder, so dass diese Abweichung in der Regel als vorübergehend angesehen und harmlos beurteilt werden kann, sofern Organschäden wie der Hüften ausgeschlossen sind.

Im dritten Lebensjahr erreichen Kinder die maximale koordinative Leistungsfähigkeit und Muskelfasern sind noch zur echten Hyperplasie fähig. Ein Krafttraining ist also möglich und man kann den Kindern sogar Klimmzüge beibringen, wenn es sinnvoll wäre. Diese Ausgewogenheit von Kraft, Geist und Körpergewicht verlassen die meisten wieder nach dem Schulbeginn und erreichen sie auch niemals mehr. Mit 2 ½ sollte ein Kind Drei-Wort-Sätze sprechen und es sind Störungen der Sprachentwicklung feststellen, die sich häufig bei KISS-Kindern finden, deren Funktionsstörung rezidiviert. Aber erst bis zum Ende des 4. Lebensjahres sollten H, P- und SCH am Anfang beherrscht werden. Ich frage die Kinder in der Regel, ob sie - Schule -spielen -springen- kauen- putzen- sagen können, wobei Stottern und Lispeln aus meiner Sicht nicht zu den typischen, an die KISS-Symptomatik gekoppelten Funktionsstörungen des Bewegungsapparates gehören. Stottern geht aber oft mit einer Steifigkeit der Wirbelsäule einher.

Ich habe den Eindruck, dass die Verläufe bei Mädchen gutartiger sind, die Rezidive nicht so häufig auftreten und trotz auch manchmal schwerer funktioneller Störungen Feinmotorik und Sprachentwicklung besser gelingen als beim Jungen, die sich zu sehr unangenehmen, aggressiven Spät-KISS-Patienten sensomotorischer Diskybernese entwickeln können. Möglicherweise übersehen wir diese Jungen in der Säuglings - und frühen Kleinkindphase und wenn sie vor allem "sozial" auffallen ist es oft schon zu spät! In der Kindergartenphase sollte auffallen, wenn Kinder eine koordinative Störung der Mund- und Sprachmotorik haben, z.B. die S-Laute nicht gut sprechen und "Dein" statt "Stein" sagen. Es sind die "Krickel-Krackel - Kinder", die den Malstift mit der Faust halten und beim Sprung von der Untersuchungsliege zeigen sie grobe Ungeschicklichkeit als Störung des Gleichgewichts vergleichbar den Bewegungsmuster der Tele-Tubies und häufig auch eine Asymmetrie der Kiefergelenbewegung, die sich bei allen sprechgestörten Kinder findet.

Der Purzelbaum wird oft schon im 3. Lebensjahr geübt, während die Rolle rückwärts erst im fünften Lebensjahr im Turnverein angefangen wird. Kiss Kinder mögen den Purzelbaum nicht! Der funktionsgestörte hochcervicale Bereich wird wie beim Pseudoradikulärsyndrom des Erwachsenen sehr berühungsempfindlich. Oft ist eine psychosoziale Komponente der Spannung zu merken, denn die Eltern negieren nicht selten die Fehlentwicklung und in Familien mit Schmerzvorbildern klagen Kinder über Kopf- und Nackenschmerzen. Nach der Vertikalisierung beobachte ich beim Kind auch sog. Erwachsenenmuster motorischer Funktionsstörung, die vom zervikothorakalen Übergang getriggert werden und damit einem psychosomatischen Bild folgen.

So ist mir ein Kind erinnerlich, was in der Schule einen deutlichen Leistungsabfall erlebt hat, den auch der Sportlehrer berichtete mit Fehlhaltung und klinisch typischer Funktionsstörung der Kopfgelenke, der Brust- und der Lendenwirbelsäule, die sich aber wesentlich in der BWS organisierten. Das sehr zurückhaltende und fast schon apathische Verhalten war auffällig und im Gespräch mit der Mutter kam heraus, dass der Vater gegenwärtig einer Chemotherapie unterzogen wird. Zu merken ist die Organisation psychischer Spannung im asymmetrischen Bewegungsmuster, wie sie dem KISS-Kind ähnelt, ohne dass hier eine typische Anamnese geburtlicher Läsion oder frühkindlicher Entwicklungsstörung vorgelegen hat. Funktionsstörungen der Gelenke finden sich allerdings fast bei jedem Kind und der Unterschied zwischen dem Gesunden und Kranken ist nicht die " Blockade" an sich, sondern die Gesunden können sich aus ihren Funktionsstörungen selbst befreien und die Kranken bleiben in ihnen gefangen und es entstehen Symptome.

KISS-Syndrom ist dabei das Symptombild der Symmetriestörung des Neugeborenen mit körperlich ausgedrücktem Schmerz und Störung der Entwicklung vor allem im motorischen Bereich. Hauptursache der Pathologie ist die Verletzung der oberen Halswirbelsäule durch die Geburt oder begleitende Umstände mit möglicher weiterer Schädigung des Hirnstammes vergleichbar der Zervikaldistorsion des Autofahrers. Motor der KISS-Pathologie ist die anhaltende funktionelle Störung der Gelenkfunktion der oberen Halswirbelsäule mit Verstellung der Sollwerte der Empfindung und damit abnormer Meldung und reduziertem "Arbeitsspeicher" für das motorische Lernen vergleichbar dem chronischen Schmerzsyndrom der Erwachsenenpathologie des Bewegungsapparates. Die für das KISS-Syndrom typische asymmetrische Steuerungsstörung bleibt im weiteren Leben eine immer wieder beobachtbare Erscheinung. Häufig werden dem Orthopäden deshalb Kinder aus Schuleingangsuntersuchungen im 5-7 Lebensjahr und im pubertäten Wachstumsschub Mädchen ab dem 10. und Jungen am dem 12. Lebensjahr mit Skoliosierungen der Wirbelsäule vorgestellt. Unterschiedliche Torsion der LWS in Beugung und Streckung weisen auf das Asymmetriemuster muskulärer Dysbalance während die stets gleichgerichtete Torsion ein strukturelles Fehlwachstum vermuten lässt und eine Röntgenkontrolle fordert. Die Asymmetrie der BWS sieht man gut auch am unbekleideten Oberkörper von vorn.

Beim Erwachsenen ist im Altersrumbau der Wirbelsäule mit eindrehender und setzender Rektion häufig eine Asymmetrie mit - Vorverlagerung des rechten SC-Gelenkes, - eine hochcervicale Tendomyose rechts wie bei Linkskonvexität nach Biedermann beim Säugling, - eine Störung der Hüftrotation rechts mit Iliopsoas-Verkürzung , - eine höhere Empfindlichkeit der linken Körperhälfte häufiger bei Frauen als bei Männern im Bereich der Tibialis-posterior-Loge links und im , - Upper-limb-tension-test (nach Elvey, vgl. Maitland) der oberen Extremitäten in klinisch einfacher Untersuchung nachweisbar. (Auch die Bahr Schule der Akupunktur nimmt eine vorgeburtliche Händigkeit an und aus der TCM kommt der Hinweise für ein Yin Verhalten der linken und Yang Verhalten der rechten Körperhälfte). Wachstum, Schmerz, psychische Spannung und Trainingszustand sind hier die Motoren asymmetrischer Einstellung, die uns als Grundmuster nach Verlassen der motorischen Erstentwicklung nach dem 1. Lebensjahr erhalten bleiben. So greift der erwachsene Trainingsmangelpatient auf die gleichen Bewegungsmuster zurück, die er als Säugling verlassen hat. Mangelnde Aufrichtung der Brustwirbelsäule ist gekoppelt mit rumpfmuskulärer Schwäche und die rechte Körperhälfte wird stärker tonisiert und die linke ist schmerzhafter. Funktionsstörungen betreffen die hochcervicale Wirbelsäule, den zerviko-thorakalen Übergang, die Brustwirbelsäule, den lumbosacralen Übergang und die sacroiliacalen Gelenke. Von Biedermann wissen wir, dass bereits ein Baby funktionelle Störungen haben kann und Brügger und Janda haben sie für die Erwachsenen formuliert. Versteht man nun die asymmetrische Reaktion als äußere körperliche Organisation des Schmerzgedächtnisses, so ergeben sich mit der Erkenntnis einer ziemlich monotonen asymmetrischen Einstellung interessante Aspekte für die praktische funktionelle Orthopädie in der Praxis. Knieschmerzen links beim Rechtshänder gekoppelt mit Tibialis-Posterior -Druckschmerz als muskuläre Dysbalance sollte z.B. nicht zur Arthroskopie oder Diagnose eines Außenmeniskusschadens vor Behebung funktioneller Ursachen führen. Hörsturz und Schwindel haben häufig als Motor psychische Spannung und Stress mit Fixierung der Brustwirbelsäule und reaktivem Asymmetriemuster bis zu den Kopfgelenken. "Motor" ist hier die Psyche und die therapeutische Schiene die manuelle Therapie, die Schädel-/ Ohrakupunktur ggf. verbunden mit der Energetik der Körperakupunktur und das allgemeine Training (Yoga) und übende Verfahren für das Bewusstsein wie Meditation und ggf. eine Psychotherapie.

Der Idee funktioneller Erkrankung soll auch eine Orthese folgen. Korrigierende Helme für die Schädelasymmetrie, schwere Orthesen an den Füßen, wie sie z.B. die Anti-Varusschuhe darstellen, wenn es nur um eine leichte asymmetrische Einstellung geht oder Apparate, um das Überstrecken des Kopfes zu verhindern, sind oft Überversorgung und nicht notwendig.

Offensichtlich können körperliche und seelische Traumen das generelle Grundmuster asymmetrischer Organisation der Spannung am Bewegungsapparat aktivieren und schon im Kindesalter chronifizieren! Die " Sippe" macht dabei die Prognose und nach meiner Erfahrung und nicht nur nach der TCM ist es wichtig, die Mutter zu kräftigen.
Die Mütter sollten nach der Rückbildungsphase neben ausgewogener gemüsereicher und warmer Ernährung an übenden Verfahren wie Yoga teilnehmen, was die Väter von ihrem Zeitkonto investieren müssen! Für die Entspannung der Erwachsenen scheint es wichtig zu sein, dass er in der Lage ist, Körper und Geist zu verbinden. Ausgewogen und gelassen zu sein ist „Symmetriesierung“ und setzt eine normale psychische Konstitution voraus, so dass Arbeiten, Lieben und das Kümmern um andere Menschen möglich wird. Im Erwachsenenalter liegt die Kugel allerdings nicht mehr auf dem Berg, sondern im Tal und rollt ohne Energie immer wieder in die Ausgangsposition zurück.

Die Mitarbeit der Eltern zum Beispiel mit der Tuinamassage reduziert die Angst um ein "Syndrom" und lässt gleichzeitig die Reflexion auf Spannungsursachen in der "Sippe" zu. "Angst" und "Sorgen" haben hohe Wachstumsraten in unserer Gesellschaft. Die Funktionsstörung der Kopfgelenke der Halswirbelsäule ist beim Erwachsenen längst ein allgemeiner Stress - und Spannungsparameter, der mit Schwindel, Spannungskopfschmerzen, Störung der Konzentration und Gefühlsschwankungen einhergehen kann.


Zusammenhänge zum Stoffwechsel sind dabei die Regel (Leber/ Galle / Darmstörungen durch Nahrungsmittel und Stress).







Die “wieder entdeckte” Kibler- Hautfalte führt auf den Weg. Mit ihrer Hilfe werden bindegewebige Quellungen erkannt.

Die erfolgreiche Behandlung dieser Symptome mit Akupunktur , die bei ähnlicher mechanischer Problematik auch beim Säugling mit angepassten Techniken gelingt, führt auch dort zur Diskussion über Ursachen oder auch nur "Triggern". Die höheren Stufen der Ohrakupunktur in der Bahr- Schule ( RAC) legen es nahe, an eine Übertragung von Information auf elektomagnetischem Weg zu denken. Ich nutze diesen Weg z.B., um über die Mutter das Kind zu entspannen und es dann besser behandeln zu können. Viel wichtiger ist mir aber die Erkenntnis, dass mit der Möglichkeit eines nonverbalen elektromagnetischen Informationsaustausches von Mensch zu Mensch die Familie selbst ungemein wichtiger wird als irgendeine wie auch immer geartete medizinische Therapie! Auch wenn man nicht an Akupunktur und nonverbalen Informationsaustausch zwischen eng miteinander umgehenden Menschen ( “ die im gleichen Feld sind”) glauben mag, so muss man doch die hohe Bedeutung von vertrauten Bezugspartnern für die Entwicklung eine Kindes erkennen. Jedes Praxisgespräch nach Abschluss einer " Kissbehandlung" weist auf diesen wesentlichen prognostischen Wert familiärer stabiler Beziehung hin. Wer Ken Follett mag, kann in seinem Buch “Der dritte Zwilling” z.B. die große Bedeutung der Lebensumgebung für die Entwickung der Problemgruppe “Männer” dieser Gesellschaft in der unterhaltsamen Trivialliteratur verfolgen.

Oft finden sich auch Störungen der Kopfgelenke bei den Müttern und/oder Geschwistern, fast nie bei den Vätern, die allerdings viel weniger häufig die Kinder zur Untersuchung begleiten. Nach der TCM Mutter - Kind Regel führt eine Stärkung der Mutter auch zur besseren “Energie” des Kindes. Der praktische Rat ist, dass die Mütter sich auch Zeit für sich selbst nehmen sollten.

“Störherde” können auch schon bei Kindern eine Rolle spielen. “Amalgam” als Zahnmaterial der Mutter und wiederkehrende Zahnbehandlungen der Mutter in der Schwangerschaft können Hinweise auf Ursachen muskulärer kindlicher “Verspannung” oder “Hypotonie” sein. In einzelnen Verläufen reichte die Hochpotenzhomöopathie (Mercurius solubilis C 200, nicht unbedingt die viel teureren XM etc. Potenzen), um das Symtom “Spannung im Nervensystem mit “Mikrospastik” ( ULTT I nach Elvey, Slump und Lasegue) bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen deutlich zu reduzieren.

Arnica ist ein erstaunliches Medikament, weil es viel häufiger als andere (getestet mit dem Inventar der Stufe 4 der Ohrakupunktur) geeignetes homöopathisches Medikament ist. So habe ich es wie Mercurius in der letzten Zeit oft vor der manuellen Therapie gegeben, weil eine “Entspannungswirkung” sofort einsetzt und so noch weichere Techniken möglich sind.

Ich rate den Hebammen, es dem Neugeborenen prophylaktisch nach problematischen Geburten, zu denen auch die Kaiserschnittenbindungen zählen, zu geben (z.B. 5 Globuli Arnica C 30 in den Mund) und natürlich sollte die Halswirbelsäule dieser Kinder sobald als möglich fachorthopädisch untersucht werden.

Ähnliche Effekte sind auch mit den passenden Erbnosoden zu erzielen, die sich insbesondere anbieten, wenn energetische Schwächen vorliegen.

Die Händigkeit der Eltern kann Hinweise für die Prognose bei asymmetrischer Entwicklung liefern. Sind beide Eltern Rechtshänder, wird es das Kind voraussichtlich auch. Besteht dann eine Linksseitvorliebe (Hinterhauptabflachung links), so ist die Prognose besser als bei Betonung der rechten Körperseite, denn die genetisch dominante Seite wird in aller Regel nicht die schwächere bleiben. Ist aber - wie häufiger- die rechte Seite bevorzugt und sind die Eltern Rechtshänder, so wird die Differenz zwischen linker und rechter Körperseite größer und bleibt es auch.

Von den Erwachsenen kommt die Beobachtung, dass weibliche Linkshänder in den Kopfgelenken nahezu spiegelbildlich zu den Rechtshändern reagieren.

Je nach Stressantrieb (“Leber” in der TCM) kann aber am Lenden-Becken-Übergang durchaus das gleiche muskuläre Verkürzungsmuster wie beim Rechtshänder gefunden werden. Der männliche Linkshänder ist oft ein “Beidhänder” oder “Umerzogen” durch die rechtshändige Mechanik seiner männlichen Lebensumgebung. Stärker ist die “Leber” belastet (Ärger, Alkohol ?), so dass am Lenden-Becken-Übergang in aller Regel das Verkürzungsmuster des Rechtshänders gefunden wird.

“Flexibilität” scheint ein Vorteil der Frauen zu sein. Sie sind in der Regel multitaskingfähiger, weniger aggressionsbelastet und feinmotorisch und sprachlich begabter als die Männer, was die in aller Regel guten Verläufe bei Mädchen und häufiger problematischen bei Jungen zeigen. Jungen sind die Kiss-Problemkinder!

Nach Kaiserschnittentbindung finde ich in der Regel Funktionsstörungen der Kopfgelenke! Eine manuelle Therapie in den ersten Lebenswochen ist möglich, wird aber nicht an der Uni oder in einer Facharztausbildung gelehrt und weicht erheblich von der Therapie bei Erwachsenen ab. Es geht hier niemals ums “ Einrenken”, sondern um vorsichtige Techniken der manuellen Therapie, die mit Tricks wie dem Laser, Tuina Massage, Wärme und Ohrstimulation unterstützt werden können.

Kinder sind bis zum dritten Lebensmonat “Traglinge” und die Entfernung aus der Nähe des Mutter/ Vaterkörpers in Tragevorrichtungen, Wagen , Wiegen und Betten vermittelt nicht genügend physikalische Kraft von außen, so dass Störungen der Funktion wie KISS oft erst symptomatisch werden können. Kindertragen (vor dem Bauch, auf dem Rücken etc.) dient zur Vermittlung von Bewegung in der Zeit, wo das Kind es selbst noch nicht kann. Ab dem vierten Monat werden unsere gut genährten Kinder für die oft relativ untrainierten Mütter zu schwer und heben und tragen muss rückenschulgerecht erfolgen und provoziert oft Rückenschmerzen.

Bei Kindern mit Hüftdysplasie finde ich in der Regel Funktionsstörungen der Kopfgelenke und mit diesen der Kreuzdarmbeingelenke. Üblich ist die Verzögerung der linken Hüfte bei typischer Lieblingsseite rechts und damit ist eine Hüftdysplasie Hinweis auf eine zentrale oder wenigsten pseudozentrale (wie bei KISS) “Halbseitenschwäche”. Die Vojtatherapeuten wussten das schon immer und ihnen sind oft die Ruhigstellungsmethoden der Schulorthopäden suspekt. Was tun? Meine Beobachtungen zeigen, dass alles unter einen Hut zu bringen ist: Immer Vojtatherapie bei Hüftdysplasie III a als neurologischer Halbseitenschwäche (Heilmittelrichtlinien!) und ggf. II D - bei schlaffem Kind, Tübinger Hüftbeugeschiene und manuelle Therapie der Kopfgelenke und SIG und sonographische Verlaufskontrolle. Hypothese: Die Hüftdysplasie des Säuglings ist ein Symptom einer Halbseitenschwäche und damit eigentlich ein neurologisch begründetes Krankheitsbild. Orthopädisch ist es allerdings sehr erfolgreich zu behandeln, wenn es in den ersten Lebenswochen in der obligaten Ultraschalluntersuchung erkannt wird.

Das “Kopfnickerhämatom” ist kein Bluterguß, sondern eine ödematöse Auftreibung im M. sternocleidomastoideus (nach wiederholter unabhängiger Ultraschalluntersuchtung), ist wahrscheinliche Verletzungsfolge, aber keine einfache “Verkürzung” des Muskels. Ein Zusammenhang mit der Funktionsstörung im Segment C23 der Halswirbelsäule kann wegen der segmentalen Versorgung bestehen. Bewährt hat sich nach der Mobilisation der Kopfgelenke die vorsichtige Extension im Segment C23 ohne Überstreckung des Kopfes zur Lösung des Gelenkes. Die abnehmende Schwellung des Muskels weist auf die erfolgreiche Therapie der Halswirbelsäule. Dehntechniken des verletzten Muskels empfehle ich nach dieser Beobachtung segmentalen Zusammenhanges nicht mehr! Wahrscheinlich wird nämlich im noch gesunden Bereich gedehnt und ggf. überdehnt und der relativ harte Muskel im “Stressbereich” wird nicht erreicht. Ich erkläre die relativen Erfolge der Krankengymnastik bei “Dehntechniken” mit der damit verbundenen unspezifischen Mobilisation der Halswirbelsäule - aber das geht ja spezifischer!

Die Laserakupunktur kann mit den Frequenzen B und C unter RAC Kontrolle (s.a Spezial) eingesetzt werden.

Einfache Übungen wie die Stimulation am Ohr im Bereich Hirnstamm/ okzipetale Triggerpunkte (jeweilig auf der “schwächeren” Körperseite) und eine Massage entlang von Lenker- und Konzeptionsgefäß werden den Eltern gezeigt. Bewährt hat sich auch die Applikation eines kleinen aufgeklebten Magnetkügelchens zur Markierung der okzipetalen Triggerpunkte am Antitragus.

Die Beratung über die Ernährung ist längst nicht mehr Hobby. Sie ist Therapie in der Erwachsenenmedizin meiner orthopädischen Praxis und reduziert dort die schulmedizinische Pharmakologie in erstaunlichem Umfang!

Die Kiblerhautfalte gehört jetzt zum Standard meiner Untersuchung. Sie wird zur Therapie als Tuinamassage, wenn das Drehen der Fetthautfalte von unten nach oben etwa im Verlauf des Blasenmeridians mit einem Ausstreichen nach unten verbunden wird. Die Indikation der chinesischen Kollegen ist vor allem die Schlafstörung bei Kindern, aber schon beim Neugeborenen können “Verklebungen” so gelöst und Hinweise für Störungen im Stoffwechsel entdeckt werden.

3 Monatskoliken bei gestillten Säuglingen sind auch über eine Umstellung der Ernährung bei den Müttern zu reduzieren. Viele junge Mütter “naschen” zu viel und eine Ernährung mit wenig Getreide in der Kombination mit Zucker (Kekse und Kuchen) und Zucker/Fettkombinationen (Schokolade, Nuß Nougat Creme etc) ist geboten. Ohne Frage ist zu vermuten, dass die Kiblerhautfalte auch bei diesen Mütter oft schmerzhaft verklebt ist! Bestehen sogar regelmäßig Blähungen bei der Mutter, sind Getreide oft eine Ursache, die mit Auslassversuch nachgewiesen werden kann.

Bei den Vätern ist die Belastung trotz ausreichender Sportaktivität häufig in der Leberprojektionszone in der unteren Brustwirbelsäule zu finden. Psychischer Ausgleich, Yoga und die Mariendistel können nach ärztlicher Aufklärung der Beschwerden wie Spannungskopfschmerzen, unspezifischen Oberbauchbeschwerden oder Reizbarkeit und Durchschlafstörungen (Leberzeit 1-3 Uhr!) helfen.


Reis, Kartoffeln und gegarte Gemüse werden in der Regel vertragen. Vollmilch gehört für Erwachsene nicht zu einer notwendigen Ernährung! Milchprodukte werden von dieser Einschätzung nicht berührt. Der körperlich Geschwächte sollte überwiegend eine warme Kost zu sich nehmen. Die Verdauung von Rohkost am Abend stört manches Mal den Nachtschlaf. Auch für Mütter und Väter gilt, dass ihre Kiblerhautfalte weich ohne Schmerzen den Rücken hinauf zu bewegen sein sollte! Deshalb sollen sie vor der Anwendung an ihrem Kind auch bei sich selber üben!

 

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